| |
Ecstasy
Ursprünglich wurde Ecstasy, chemisch MDMA, auch XTC oder E genannt, bereits im Jahre 1914 als Appetitzügler auf den Markt gebracht. Es war jedoch nicht im Umlauf und wurde dann erst wieder in den 70er Jahren in Amerika – zur Unterstützung psychotherapeutischer Sitzungen – verwendet. Seit Anfang der 80er Jahre wird mit Ecstasy auf dem deutschen Drogenmarkt gehandelt. Es gehört mittlerweile zu den meistgekauften Designerdrogen. Seit Beginn der 90er Jahre hat sich der Konsum bei den Jugendlichen sogar verdreifacht.
Ecstasy vor allem in Technoszene verbreitet
Rund 40 % der Technoanhänger ab 18 Jahren verfügen über Erfahrungen mit der Designerdroge Ecstasy. Demgegenüber konsumieren nur 5 % der Gleichaltrigen, die keiner speziellen Szene angehörten, die bunten Pillen, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Köln mit. Für die Studie waren den Angaben zufolge bundesweit rund 1700 Besucher von Techno-Partys befragt worden. Zusätzlich zu Ecstasy konsumierten 65 % der Technoanhänger Cannabis. 56 % erhöhten die Wirkung der Designerdroge mit Alkohol, 42,2 % mit Speed, teilt die Bundeszentrale weiter mit. Der Beikonsum vom Kokain und Halluzinogenen kam mit 14,8 % und 9,4 % vergleichsweise selten vor.
Ecstasy wird vollsynthetisch, d.h. ohne natürliche Ausgangsstoffe im Chemielabor hergestellt und ist chemisch mit den Amphetaminen verwandt. In der Regel wird das ursprünglich weiße Pulver in runde Tabletten mit einer Dosis von 100 bis 150 mg gepresst.
Ectasy unterliegt seit 1986 dem Betäubungsmittelgesetz, das heißt Herstellung, Handel und Konsum sind in Deutschland verboten.
Art der Einnahme
Wie wirkt Ecstasy ?
Ecstasy verändert das Bewusstsein – es wirkt stimulierend und kann das Auftreten von Halluzinationen verursachen. Es wird häufig als Sammelbegriff für synthetische Drogen verwendet. Ecstasy kann neben Nieren- und Nervenschäden auch Herzjagen sowie ein Ansteigen der Körpertemperatur bis zu 41° C verursachen. Es sind bereits Todesfälle durch Ecstasy dokumentiert, die durch Kreislaufzusammenbrüche und Herzversagen verursacht wurden.
Wirkungen
- sehr unterschiedlich, oft nicht vorhersehbar durch verschiedene chemische Wirkstoffzusammensetzungen
- aufputschend
- vorübergehend leistungssteigernd
- Verlust des Hunger-, Durst- und Müdigkeitsgefühls
- Verstärkter Redefluss
- starker Bewegungsdrang
- Erhöhung der Kontaktfähigkeit
- enthemmend
- euphorisierend
Risiken
- psychische Abhängigkeit
- je nach Zusammensetzung auch körperliche Abhängigkeit
- Anstieg der Körpertemperatur auf bis zu 41°C, d.h. eine Überhitzung des Körpers mit oft extremem Flüssigkeitsverlust und Störung des Mineralhaushalts bis zu Zusammenbrüchen mit Todesfolge
- Risiken bei längerem Konsum
- Schlafstörungen
- Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen
- Leber- und Nierenschäden
- Depressionen, Psychosen und Hirnschäden
- vereinzelt Todesfälle durch Kreislaufzusammenbrüche und Herzversagen
|