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Stauchungen etc.
Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen sind “stumpfe” Verletzungen der Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke. Leichtes ”Umknicken” schmerzt zwar im ersten Augenblick, ist aber meist schnell wieder vergessen. Erst wenn Blutgefäße oder gar die Gelenkkapsel reißen, hat man sich eine richtige Verstauchung oder Zerrung zugezogen und der betroffene Körperteil muss behandelt und geschont werden. Auch Prellungen sind eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, sie tun oft mindestens genauso weh wie ein Knochenbruch.
Sofortmaßnahmen
Als erste Maßnahme sollte der verletzte Körperteil so schnell wie möglich ruhiggestellt und mit Eis, kaltem Wasser oder Kältespray gut gekühlt werden. Die rasche Kühlung “betäubt” den Schmerz, Blutergüsse und Entzündungen werden gehemmt, Schwellungen gehen zurück. Tragen Sie eventuell eine schmerzlindernde, abschwellungsfördernde Salbe oder ein Gel auf und lagern sie den betroffenen Körperteil hoch.
Bei stumpfen Verletzungen wie Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen empfiehlt es sich, einen elastischen Verband oder auch einen stützenden Tape-Verband anzulegen, um das Gelenk ruhig zu stellen. Er drückt zudem das verletzte Gewebe zusammen und verhindert die Ausbreitung von Blutungen und Schwellungen. Allerdings darf der Verband nicht zu fest angelegt werden, am besten zeigt ein Fachmann Ihnen die richtige Anwendung.
Am ersten Tag nach der Verletzung sollte weiter gekühlt werden. Der Eiswürfelbeutel oder die Kältekompresse kann dazu auch um den (nicht zu dicken) Verband gelegt werden. Massieren Sie die verletzte Stelle nicht. Nach dem zweiten Tag, wenn die Resorptionsvorgänge beginnen, d.h., wenn das Wundsekret in die Blut- und Lymphbahn zurückgeholt wird, kann die Verletzung zur besseren Durchblutung mit Wärme behandelt werden. Jetzt können auch wieder leichte Bewegungsübungen beziehungsweise vorsichtige Massagen helfen. Die angeschlagenen Gelenke sollte das Kind erst nach einigen Tagen wieder belasten. Es sollte sich Ruhe gönnen.
Bei akuten Verletzungen hilft schmerz- und entzündungshemmendes Ibuprofen. Werden Schmerzmittel eingenommen, muss erst recht darauf geachtet werden, dass das Gelenk nicht bewegt wird – der Schmerz als Warnsignal ist weitgehend ausgeschaltet.
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