
Ernährung im 1. Lebensjahr Ernährungsfahrplan für den 1. bis 4. Monat :
In den ersten vier bis sechs Monaten ist die ausschließliche Milchernährung mit Muttermilch oder, falls Stillen nicht möglich ist, mit industriell hergestellter Säuglingsmilchnahrung zu empfehlen. Die physiologischen Vorausetzungen für die Verdauung von anderen Lebensmitteln hat der Säugling erst frühestens im fünften Monat entwickelt.
Stillen - das Beste für das Baby
Stillen ist in den ersten Lebensmonaten das Beste für das Kind. Die Muttermilch ist von der Natur genau auf die Anforderungen ihres Babys zugeschnitten. Neben dem besonders günstigen Energie- und Nährstoffgehalt der Muttermilch sind zudem Stoffe enthalten, die das Immunsystem stärken, vor Allergien schützen und den Aufbau einer natürlichen Darmflora unterstützen. Kein Lebensmittel ist so perfekt einer bestimmten Lebenssituation angepasst wie die Muttermilch und kann alleine sämtliche Ernährungsbedürfnisse decken.
Mütter können ihr Kind sooft stillen wie sie möchten. Sie werden feststellen, dass es alle zwei bis drei Stunden Nahrung zu sich nimmt. Das bedeutet acht bis zehn Mahlzeiten pro Tag. Aber nach etwa einem Monat wird das Baby nur noch alle vier Stunden gefüttert werden wollen und nach drei Monaten sogar noch länger durchhalten. Jedes Baby hat jedoch seine eigenen Ansprüche und seinen eigenen Appetit.
Wenn Stillen nicht möglich ist
Kann oder möchte eine Mutter ihr Kind nicht stillen, ist es möglich die Muttermilch durch Säuglings-Anfangsnahrung zu ersetzen. Es gibt sie mit der Kennzeichnung "Pre" oder "1". Die Pre-Anfangsnahrung wird auch adaptierte Milchnahrung genannt, da der Nährstoffgehalt weitestgehend an die Muttermilch angepasst ist. Pre-Nahrung wird in den ersten vier Lebensmonaten als Muttermilchersatz ohne Mengenbeschränkung (ad libitum) gegeben oder kann auch als Ergänzung neben dem Stillen angeboten werden, wenn die Mutter nicht ausreichend Milch anbieten kann.
Die Säuglingsanfangsnahrung1 ist in ihrer Nährstoffzusammensetzung ebenfalls an der Muttermilch orientiert. Unterschiede zur Pre-Nahrung bestehen allerdings beim Eiweiß- und Kohlenhydratgehalt. Die Säuglingsanfangsnahrung1 wird deshalb auch als teiladaptierte Säuglingsnahrung bezeichnet. Möchten die Eltern nicht ad-libitum füttern, sondern die Fütterungszeiten einplanen können, ist die Säuglingsanfangsnahrung zur alleinigen Flaschenernährung vom ersten Fläschchen an einsetzbar.
Spezialnahrung für allergiegefährdete Babys
Falls das Baby allergiegefährdet ist, und die Mutter nicht stillt, empfiehlt es sich hypoallergene Säuglings-Anfangsnahrung einzusetzen. Von allergiegefährdeten Säuglingen spricht man, wenn bei Vater, Mutter oder Geschwistern eine Allergie vorliegt. Oft werden die Ersatzmilch-Produkte für allergiegefährdete Säuglinge auch HA- Nahrung (HA = hypoallergen) genannt. Die hier enthaltenen Eiweißstoffe sind kleiner als in normaler Säuglingsanfangsnahrung und deshalb für allergiegefährdete Kinder besser verträglich.

|