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Kinderarzt Pforzheim, Lutz Stegemann
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| | Auf dieser Seite veröffentlichen wir von Zeit zu Zeit Artikel zu verschiedenen medizinischen Themen. Die nachfolgenden Gedanken können natürlich nur sehr allgemein und unvollständig sein; im Zweifelsfall, und wenn es um konkrete medizinische Behandlung geht, ersetzen diese selbstverständlich nicht den persönlichen Kontakt mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt! Rufen Sie ihn an und / oder vereinbaren Sie einen Termin! |
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wichtige neue Impfungen |
| wichtige "neue" Impfungen! Meningokokken
Meningokokken sind Bakterien, die per Tröpfcheninfektion - also bei dichtem Kontakt - übertragen werden und 2 besonders gefährliche Erkrankungen machen können: - eitrige Meningitis ( Hirnhautentzündug)
- Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom: Das sind schwerste, rasant verlaufende, Blutungen nach innen und außen, die in Stunden ohne intensivste ärztliche Maßnahmen absolut tödlich sind.
Die Impfung ist einmalig und wird bis zum 18. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen . HPV (Human Papilloma Virus) Das Human Papilloma Virus ist ein Virus, welches in vielen Untergruppen existiert und bei sexuellen Begegnungen übertragen wird; Bereits nach dem ersten Sexualkontakt sind ca. 70% aller Frauen infiziert! Es verursacht 2 verschiedene Erkrankungen: - Condylome (=Feigwarzen)
Feigwarzen sind in der Regel kleine, stecknadelkopfgroße bis mehrere Zentimeter große, gutartige Gewebswucherungen mit rötlicher, graubräunlicher oder weißlicher Farbe. Sie treten an den Geschlechtsteilen, am After und im Enddarm meistens in Vielzahl auf, neigen zur Beetbildung und können gelegentlich zu großen rosenkohl-ähnlichen Gebilden heranwachsen.
Neben Chlamydien und Herpes genitalis zählen Feigwarzen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Anzahl der Betroffenen ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen. Besonders gefährdet sind junge Menschen.
- Portio-Carcinom (Gebärmutterhalskrebs)
Dies kann sich aus der Entzündung am Gebärmutterhals durch aufgestiegene Viren entwickeln und ist die zweithäufigste Krebsart bei Frauen.
Die Impfung sollte möglichst vor Aufnahme sexueller Kontakte erfolgen, weil da der Schutz am optimalsten ist, aber auch junge Frauen, die schon Sexualvekehr hatten, werden durch die Impfung noch gegen mögliche andere Untergruppen geschützt.. Sie muss 3x erfolgen: zum Zeitpunkt 0, nach 2 Monaten und nach weiteren 4 Monaten. Die Impfung ist im Allgemeinen gut verträglich und wirkt - nach bisherigen Erkenntnissen - mindestens 5 Jahre (diesen Zeitpunkt können wir bisher überblicken). Genaueres erfahren Sie bei Ihrem Jugendarzt oder Frauenarzt.
Die Krankenkassen übernehmen die Impfung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. |
| Haemophilus influenza B (HiB)
Im Gegensatz zu den anderen Erregern, gegen die geimpft wird, löst dieses Bakterium keine Kinderkrankheit im herkömmlichen Sinne wie Masern oder Mumps aus, sondern führt zu ganz speziellen Störungen an bestimmten Organen: 1. Epiglottitis(Kehlkopfdeckelentzündung): im Rahmen einer Infektion kann es zu einer Schwellung des Kehlkopfdeckels kommen, welche zumindest zu einer teilweise erheblichen Luftnot führen kann; im Extremfall ist ein relativ plötzlicher Erstickungstod möglich. Die Erkrankung erkennt man an einem erheblichen inspiratorischen Stridor (röchelnde Einatmung) und einer kloßigen Sprache, wobei der Patient z.T. erhebliche Halsschmerzen klagt.. Im Gegensatz zum Pseudo-Croup husten die Patienten nicht bellend, sondern unterdrücken den Husten, weil er weh tut; auch Heiserkeit kommt normalerweise nicht vor. Therapie: sofortige Einweisung ins Krankenhaus, am besten mit Blaulicht (Ich habe früher einige Kinder nachts dorthin begleitet). Die Therapie ist ähnlich wie beim Pseudo-Croup, allerdings muss die sofortige Möglichkeit einer Intubation (Einbringung eines Atemschlauches in die Luftröhre) gegeben sein.
2. Die zweite ernsthafte Erkrankung, die dieser Erreger auslösen kann, ist eine eitrige Meningitis (Hirnhautentzündung). Eitrige Hirnhautentündungen machen sich im Allgemeinen durch heftige Kopfschmerzen und Erbrechen bemerkbar, bei schwereren Verläufen kommt es häufig zu Bewusstseinstrübungen bis zur Bewusstlosigkeit und Koma. Außerdem können epileptische Krämpfe auftreten. Die Erkrankung endet in ca. 20 % tödlich.
Trotz dieser doch sehr bedenklichen Fakten kann ich Sie/Euch im Großen und Ganzen beruhigen: Während ich früher allein in meiner Praxis pro Jahr mindestens je 4 – 5 Meningitis- und Epiglottitisfälle gehabt habe, habe ich diese Krankheiten in den letzten 10 Jahren überhaupt nicht mehr gesehen, weil seit dieser Zeit gegen HiB geimpft wurde. Wichtig ist allerdings, dass diese Impfung so früh wie möglich durchgeführt wird, weil das Risiko, an HiB-Infektionen zu erkranken, um so größer ist, je jünger das Kind ist. Seit etlichen Jahren wird gegen HiB im 6-fach-Impfstoff geimpft. Wenn Sie/Ihr dazu noch irgendwelche Fragen habt, schreiben Sie mir eine e-mail oder fragen Sie Ihren Kinderarzt!
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| Windpocken
Liebe Patienten, liebe Eltern! Seit Juli 2006 gibt es neue Impfempfehlungen der StIKo (Ständige Impfkommission). Wirklich neu ist eines: Auch die Windpockenimpfung wird jetzt empfohlen. Zwar habe ich in den fast 30 Jahren meiner kinder- und jugendärztlichen Tätigkeit noch keinen tragisch ausgegangenen Fall erlebt. Es sind jedoch immer wieder auch schwere Verläufe mit Restschäden oder sogar tödlichem Ausgang beschrieben worden. Diese kommen wohl mit einer Häufigkeit von ungefähr 1:5000 vor. Besonders betroffen sind davon Jugendliche und Erwachsene, die während ihrer Kindheit keine Windpocken hatten. Eine besonders gefährdete Gruppe sind schwangere Frauen, die sowohl während der Spätschwangerschaft als auch unter der Geburt ihre Babys anstecken können, die dann mit schwersten Komplikationen erkranken können. Die Konsequenz, die sich hieraus ergibt: gegen Windpocken (=Varicellen) sollten besonders Kinder an der Schwelle zur Pubertät geimpft werden, wenn sie bis dahin noch keine Windpocken hatten. Ganz besonders wichtig ist die Impfung bei jungen Frauen im gebärfähigen Alter. Selbstverständlich kann man aber auch alle noch nicht an Windpocken erkrankten Kinder impfen. Nachtrag 2008 - mittlerweile wird die Windpockenimpfung 2x empfohlen, um die bei der ersten Impfung resultierenden Impflücken zu schließen.
- Die Windpockenimpfung kann bei Kindern in entsprechendem Alter (ca. 1 Jahr) als MMRV in einer Impfung zusammen mit Masern, Mumps und Röteln geimpft werden.
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| Neuer Impfkalender Liebe Eltern! Ich kann ihnen heute die erfreuliche Mitteilung machen, dass Sie in Zukunft nur noch auf die Seite "Impf- und Vorsorge-Erinnerungen " meiner home page gehen, dort Namen und Geburtstag Ihres Kindes sowie Ihre korrekte e-mail-Adresse eingeben müssen, damit Sie automatisch per e-mail an fällige Impf- und Vorsorge-Termine erinnert werden. Für die, die diesen Service nicht in Anspruch nehmen wollen, können hier unten den Impfkalender lesen. Ihr Lutz Stegemann
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